{"id":5101,"date":"2016-06-16T13:29:43","date_gmt":"2016-06-16T16:29:43","guid":{"rendered":"http:\/\/157.245.141.11\/site\/de\/?post_type=event&#038;p=5101"},"modified":"2016-10-11T12:04:02","modified_gmt":"2016-10-11T15:04:02","slug":"happy-hour-cultural-bornholmer-strasse","status":"publish","type":"event","link":"https:\/\/goethebrasilia.org.br\/de\/kultur\/happy-hour-cultural-bornholmer-strasse\/","title":{"rendered":"Happy Hour Cultural -TANZTR\u00c4UME \u2013 Jugendliche tanzen KONTAKTHOF von Pina Bausch &#038; Bornholmer Stra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<h4>Happy Hour Cultural \u2013 KINO + \u00a0DEUTSCHE SPEZIALIT\u00c4TEN<\/h4>\n<p>Genie\u00dfen Sie mit uns einen Abend deutscher Kultur, schauen Sie mit uns einen deutschen Film an und propieren Sie deutsche, kulinarische Spezialit\u00e4ten!<br \/>\nAb 17 Uhr gibt es deutsche\u00a0Speisen von Chef Knut\u00a0in unserem Hof zu kaufen.<\/p>\n<p>18 Uhr 30: Film:<\/p>\n<h4>TANZTR\u00c4UME \u2013 Jugendliche tanzen KONTAKTHOF von Pina Bausch<\/h4>\n<p>Jugendliche tanzten \u201eKontakthof\u201c, ein St\u00fcck von Pina Bausch. Jeden Samstag haben sie unter der Leitung der ehemaligen Bausch-T\u00e4nzerinnen Jo Ann Endicott und B\u00e9n\u00e9dicte Billiet das St\u00fcck einstudiert. Pina Bausch selbst kam regelm\u00e4\u00dfig zu den Proben, um intensiv mit den 14-18-j\u00e4hrigen zu arbeiten. Anne Linsel und Rainer Hoffmann haben die Proben der Jugendlichen von April bis zur Premiere im November 2008 begleitet. Ihr Film \u201eTANZTR\u00c4UME \u2013 Jugendliche tanzen KONTAKTHOF von Pina Bausch\u201c zeigt jedoch mehr als einen schlichten Einblick in die Probenarbeit der Beteiligten. Der Film vollzieht die Entwicklung der jungen T\u00e4nzer und T\u00e4nzerinnen nach, von k\u00f6rperlicher Ungeschicktheit und Unsicherheit bis hin zur choreographischen Perfektion. \u201eTanztr\u00e4ume\u201c zeigt die letzten Filmaufnahmen und das letzte Interview mit der weltber\u00fchmten T\u00e4nzerin, die unerwartet am 30. Juni 2009 starb.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4Vy8EQFr430?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Diesen Film zeigen wir passend zu der Ausstellung\u00a0<strong>Exposi\u00e7\u00e3o Paix\u00f5es de Pina por Dulce Schunck\u00a0<\/strong>im November in der\u00a0Galeria Casa Thomas Jefferson.<\/p>\n<p>20 Uhr: Film:<\/p>\n<h4>Bornholmer Stra\u00dfe<\/h4>\n<p>Regie: Christian Schwochow, Farbe, 88 Min., 2014<\/p>\n<p>9. November 1989: Am Grenz\u00fcbergang Bornholmer Stra\u00dfe in Berlin wundern sich die Grenzsoldaten der DDR und ihre Kollegen vom Zoll \u00fcber die Erkl\u00e4rung, die G\u00fcnter Schabowski, Mitglied des Politb\u00fcros des ZK der SED, bei einer im Fernsehen \u00fcbertragenen Pressekonferenz verliest: Ab sofort k\u00f6nnen alle DDR-B\u00fcrger Privatreisen ins westliche Ausland beantragen. Viele Menschen nehmen in ihrer Euphorie nicht wahr, dass daf\u00fcr Pass und Visum notwendig seien: sie eilen zum n\u00e4chsten Grenz\u00fcbergang. Noch ahnen Oberstleutnant Sch\u00e4fer und seine Untergebenen nicht, was ihnen in dieser Nacht bevorsteht. Sie endet mit der \u00d6ffnung der Grenze \u2013 dem Anfang vom Ende der DDR. BORNHOLMER STRASSE ist eine hinrei\u00dfend ironische und \u00fcberraschend bewegende Kom\u00f6die am Rande der Verzweiflung, \u00fcber Helden, die gar keine sein wollen.<br \/>\nAm Grenz\u00fcbergang Bornholmer Stra\u00dfe beginnt die Nacht als Farce: Ein kleiner Hund rennt von West nach Ost. Ein Genosse erstattet Meldung: \u201eUnerlaubter Grenz\u00fcbergang eines Hundes!\u201c Der Parteisekret\u00e4r erkl\u00e4rt den Hund zum \u201eoperativen Fahndungsfall\u201c, daf\u00fcr sei seine Abteilung zust\u00e4ndig. Das Tier wird buchst\u00e4blich zum running gag in dieser Geschichte \u2013 und damit gibt der Regisseur auch die Tonart der Farce vor, die der Film zwar immer wieder bricht und doch niemals g\u00e4nzlich vergisst. Er erz\u00e4hlt von den Ereignissen der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 erkennbar aus heutiger Sicht; er verweist auf m\u00f6gliche Abgr\u00fcnde und verleugnet in keinem Moment das Wissen um den gl\u00fccklichen historischen Ausgang.<\/p>\n<p>Oberstleutnant Sch\u00e4fer, der in dieser Nacht der Hauptverantwortliche f\u00fcr den Grenz\u00fcbergang ist, erkl\u00e4rt eingangs, mit dem Hund habe man jetzt ein Problem; das wahre Problem indes wird erst noch kommen \u2013 mit der Erkl\u00e4rung des hohen Politfunktion\u00e4rs Schabowski, der den B\u00fcrgern der DDR \u00fcberraschend die lang ersehnte Reisefreiheit zusichert. Die Grenzsoldaten und ihre Kollegen vom Zoll k\u00f6nnen nicht glauben, was sie in ihrer Wachstube am Bildschirm gesehen haben. Schnell kommen die ersten Neugierigen, noch in sicherem Abstand zum Schlagbaum, doch die Menschen werden immer mehr, und bald fordern die ersten, wie versprochen nach dr\u00fcben gehen zu d\u00fcrfen. Die Ausreise haben sie weniger im Sinn als nur einen Bummel am Kurf\u00fcrstendamm oder einen kurzen Besuch bei Freunden oder Verwandten. Wie mit der unaufhaltsam wachsenden und immer lauteren Menge umgehen? Das diktatorische System r\u00e4cht sich, denn alle warten auf einen Befehl. Die Grenzsoldaten wollen ihn von ihrem Vorgesetzten bekommen, der ruft immer wieder vergeblich bei Oberst Kummer im \u201eOperativen Leitungszentrum\u201c an, Kummer sucht am Telefon bei einem General Hilfe und bekommt sie nicht. Die Volkspolizei r\u00fcckt an, Sch\u00e4fer denkt, dies sei die Rettung \u2013 doch die Vopos suchen nur Rat bei ihm. W\u00e4hrend sich der Obrigkeitsstaat selbst lahmlegt, eskalieren die Konflikte an der Bornholmer Stra\u00dfe. Die Menge, so bef\u00fcrchten die M\u00e4nner in Uniform, k\u00f6nnten den \u00dcbergang st\u00fcrmen, einer holt schon mal ein Schnellfeuergewehr aus dem Panzerschrank, ein anderer geht mit der Pistole auf einen Zivilisten los.<\/p>\n<p>Sch\u00e4fer, der sein Arbeitsleben an der Grenze verbracht und darauf auch seine Identit\u00e4t aufgebaut hat, muss eine Entscheidung treffen. Allein und nicht abgesichert durch einen Befehl. Um Blutvergie\u00dfen zu vermeiden, \u00f6ffnet er den Schlagbaum. \u201eIch habe gehandelt, wie ich handeln musste\u201c, wird er hinterher feststellen. Am folgenden Morgen, daheim bei seiner Familie, erkl\u00e4rt er: \u201eIch habe heute Nacht die Grenze ge\u00f6ffnet!\u201c Seine Frau antwortet: \u201eDar\u00fcber macht man keine Witze!\u201c Witze macht auch dieser Film nicht: Bornholmer Stra\u00dfe ist eine Tragikom\u00f6die, die sich die Freiheit nimmt, ihren wirklichen Helden ausgerechnet unter den ungeliebten Grenzsoldaten der DDR zu suchen und zu finden.<\/p>\n<h5>Biografie<\/h5>\n<p>Christian Schwochow wurde 1978 in Bergen\/ R\u00fcgen geboren. Nach dem Abitur 1998 in Hannover arbeitete er als Comedy-Autor, als Sprecher f\u00fcr TV und H\u00f6rfunk, als Volont\u00e4r in der TV-Redaktion \u201ePolylux\u201d und als Reporter und Videojournalist f\u00fcr diverse deutsche Sender. Von 2002 bis 2008 studierte er Regie an der Filmakademie Baden-W\u00fcrttemberg. Sein Spielfilmdeb\u00fct NOVEMBERKIND wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie zuletzt auch DER TURM.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"281\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/4HZRneBeoT4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Happy Hour Cultural \u2013 KINO + \u00a0DEUTSCHE SPEZIALIT\u00c4TEN Genie\u00dfen Sie mit uns einen Abend deutscher Kultur, schauen Sie mit uns einen deutschen Film an und propieren Sie deutsche, kulinarische Spezialit\u00e4ten! 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